Impfungen für Erwachsene: Ein Überblick
Impfungen sind nicht nur für Kinder wichtig. Auch Erwachsene sollten ihren Impfschutz regelmäßig überprüfen und auffrischen lassen. Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper, und bestimmte Erkrankungen werden zu einem größeren Risiko. Eine rechtzeitige Impfung kann schwerwiegende Komplikationen verhindern und die Gesundheit langfristig schützen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Impfungen für Erwachsene empfohlen werden und warum sie so wichtig sind.
Standardimpfungen für alle Erwachsenen
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt bestimmte Impfungen für alle Erwachsenen. Hierzu gehört die Tetanus-Impfung, die vor Wundstarrkrampf schützt. Sie sollte alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Die Diphtherie-Impfung wird zusammen mit Tetanus verabreicht und sollte ebenfalls regelmäßig erneuert werden.
Die Pertussis-Impfung (Keuchhusten) ist eine weitere Standardimpfung, die häufig in Kombination mit Tetanus und Diphtherie gegeben wird. Besonders für Erwachsene mit kleineren Kindern ist dieser Schutz relevant, da sie das Virus sonst an Säuglinge übertragen könnten.
Die Masern-Impfung wird für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen empfohlen, wenn kein Impfschutz nachgewiesen werden kann. Ein zweimaliger Schutz ist notwendig. Auch die Mumps- und Röteln-Impfung gehört zu diesem Schema. Diese Impfungen werden meist als Kombinationspräparat (MMR) verabreicht.
Die Poliomyelitis-Impfung (Kinderlähmung) sollte aufgefrischt werden, wenn die letzte Impfung länger als zehn Jahre zurückliegt. Besonders vor Reisen in Risikogebiete ist eine aktuelle Impfung sinnvoll.
Altersabhängige und spezielle Impfungen
Ab dem 60. Lebensjahr wird die Influenza-Impfung (Grippeimpfung) jährlich empfohlen. Sie schützt vor saisonaler Grippe und reduziert das Risiko für Komplikationen. Auch die Pneumokokken-Impfung wird ab 60 Jahren empfohlen, um vor bestimmten Lungenentzündungen zu schützen.
Die Herpes-Zoster-Impfung (Gürtelrose) wird für Erwachsene ab 50 Jahren beziehungsweise ab 60 Jahren je nach Impfstoff empfohlen. Sie kann das Risiko für diese schmerzhaft verlaufende Erkrankung deutlich senken.
Die COVID-19-Impfung ist eine weitere wichtige Impfung für Erwachsene aller Altersgruppen. Auffrischungsimpfungen werden in regelmäßigen Abständen empfohlen, besonders für ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen erfolgreich managen und behandeln.
Für spezielle Situationen gibt es zusätzliche Impfempfehlungen. Personen mit Bluthochdruck erkennen und effektiv behandeln oder anderen Grunderkrankungen sollten mit ihrem Arzt über zusätzliche Schutzimpfungen sprechen. Auch Berufstätige in Gesundheitsberufen oder Menschen, die viel reisen, benötigen möglicherweise zusätzliche Impfungen wie gegen Hepatitis A und B oder Meningokokken.
Vorbereitung und Beratung zum Impfen
Vor einer Impfung ist es hilfreich, die beste Vorbereitung auf Ihren Arzttermin zu treffen. Bringen Sie Ihren Impfpass mit, damit der Arzt Ihren aktuellen Impfstatus überprüfen kann. Notieren Sie sich mögliche Fragen oder Bedenken, die Sie haben.
Ein gutes Gespräch mit dem Hausarzt oder der Hausärztin ist wichtig, um den persönlichen Impfbedarf zu klären. Jeder Mensch hat unterschiedliche Risikofaktoren und Lebensumstände, die berücksichtigt werden sollten. Auch bei bestehenden Erkrankungen oder Allergien kann der Arzt individuelle Empfehlungen geben.
Nebenwirkungen von Impfungen sind meist mild und vorübergehend. Leichte Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder leichtes Fieber können auftreten, verschwinden aber normalerweise nach wenigen Tagen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten.
Fazit
Impfungen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge im Erwachsenenalter. Sie schützen nicht nur den Einzelnen, sondern tragen auch zum Schutz der Allgemeinheit bei. Ein aktueller Impfschutz ist besonders wichtig für Menschen mit Grunderkrankungen oder in bestimmten Lebenssituationen. Nutzen Sie regelmäßige Arztbesuche, um Ihren Impfstatus zu überprüfen und notwendige Auffrischungen vornehmen zu lassen.
Bei Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt.